Unsere Kolleginnen Julia und Hannah haben sich selbst ein Bild gemacht: Gemeinsam sind sie mit der VIVA ENJOY von Frankfurt aus den Rhein entlanggereist, vorbei an Speyer, Straßburg und Mainz. Zurückgekehrt sind die beiden mit Eindrücken zu Kabinen und Bordleben und einer Geschichte über ein Hochzeitspaar, das mitten auf der Tanzfläche eine ganz besondere Überraschung erlebte.
Ankommen und wohlfühlen
Schon der erste Blick auf die VIVA ENJOY von der Anlegestelle aus machte Lust auf die kommenden Tage: ein großes, elegantes Schiff mit langen Fensterfronten. An Bord nahm uns die Crew gleich die Koffer ab und brachte sie direkt auf die Kabine, während wir uns durch das Innere führen ließen. Sanfte Blau-, Beige- und Silbertöne, dazu stimmungsvolle Hängelampen: Die moderne Architektur wirkte luxuriös und zugleich gemütlich.
Oben angekommen wartete schon ein Begrüßungsgetränk auf uns, dazu am Nachmittag eine große Auswahl an Kuchen und Gebäck zum Kaffee. Bei einem Glas ließen wir den Tag Revue passieren und lernten die anderen Reisenden an Bord kennen. Unsere Zweibettkabine mit französischem Balkon auf dem Rubindeck war sauber, hell und so eingerichtet, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Besonders schön: Wenn man die Balkontür öffnete, hörte man das Wasser leise gegen den Rumpf plätschern.

Am späten Nachmittag legten wir ab. Zwischen Sicherheitseinweisung und der Vorstellung des Wellnessprogramms lernten wir die Abteilungsleiter der Crew kennen, die mit spürbarer Spielfreude für die ersten Lacher des Abends sorgten. Um kurz vor sieben wurden wir dann der Mannschaft und dem Kapitän vorgestellt, und die internationale, herzliche Dynamik zwischen den Mitarbeitenden war schon jetzt zu spüren.
Zum Abendessen ging es ins Hauptrestaurant RIVERSIDE. Ein aufmerksamer Kellner brachte Wein sowie frisches Brot, noch bevor wir überhaupt bestellt hatten, und die Speisekarte weckte sofort Vorfreude auf jeden einzelnen Gang. Den Ausklang fanden wir in der Lounge bei Kartenspielen und guten Gesprächen, bevor wir müde, aber glücklich in die angenehm weichen Betten fielen.
Speyer: Stadtführung und ein Abend im MOMENTS
Am nächsten Morgen ging es nach Speyer. Für die Stadtführung bekam jede von uns ein kleines Empfangsgerät, über das die Stimme des Guides direkt ins Ohr übertragen wurde. Das erlaubte es, sich zwischendurch von der Gruppe zu lösen und in aller Ruhe ein Foto zu machen, ohne den Anschluss an die Erzählungen zu verlieren. Wir besichtigten den Dom, erfuhren einiges über die Geschichte der Stadt und beendeten den Rundgang mit einer frischen Brezel. Danach übernahmen wir die Hauptstraße für eigene Erkundungen und stöberten in verschiedenen Geschäften und einem Buchladen.

Zurück an Bord wartete ein Mittagessen im RIVERSIDE, bei dem die Kellner keine Gelegenheit ausließen, Getränke nachzuschenken. Am Nachmittag blieb Zeit für einen ruhigen Moment auf dem Sonnendeck, wo wir bei einem warmen Getränk ein paar Schwäne am Schiff vorbeischwimmen sahen. Auch im Februar ließ sich dort die Sonne genießen und mit warmer Jacke ließen sich die frische Luft und der Blick auf den Fluss in vollen Zügen auskosten.

Der Abend führte uns dann ins Spezialitätenrestaurant MOMENTS. Zwischen Pflanzen und kleinen Fensterausschnitten vergaßen wir schnell, überhaupt auf einem Schiff zu sein, und das Essen schmeckte uns ausgezeichnet. Besonders in Erinnerung blieb, wie schnell das Servicepersonal die Vorlieben der Gäste im Blick hatte: Nach kaum einem Tag wussten die Kellner, wer stilles Wasser bevorzugte und wer lieber zum Wein griff.
Den Abend ließen wir mit einem neu gekauften Kartenspiel in der Lounge ausklingen, bevor die Tanzfläche rief. Die Musikerin war für jeden Wunsch offen, und auch das ältere Publikum schien den frischen Wind zu genießen, den wir mitbrachten.
Straßburg: Münster, Petite France und ein Galaabend
Straßburg empfing uns mit einer Fahrt vorbei an historischen Gebäuden, deren Geschichten uns der Guide schon im Bus erzählte. Im Münster durften wir die biblischen Geschichten in den Glasfenstern bestaunen und die astronomische Uhr in Aktion erleben. Anschließend hatten wir die Wahl, mit der Gruppe weiter durch das Gerberviertel Petite France zu ziehen oder auf eigene Faust durch die Stadt zu schlendern. Die Führung brachte einiges über die Geschichte des Viertels und ein paar Anekdoten mit sich, die seither im Kopf geblieben sind, während der eigene Streifzug mit frisch gekauften Makronen aus einer kleinen Konditorei belohnt wurde.
Mittags ging es ins MOMENTS zu einer Pizza, vor der uns ein Kellner schon vorgewarnt hatte: Sie war gewaltig, sodass ein Viertel davon an die Runde weiterging. Der Nachmittag verlangte förmlich nach einem Nickerchen, gefolgt von ruhigen Stunden mit einem Buch in der Lounge. Dort erklärte uns ein Kellner beiläufig, wie die Crew mit einem System aus gefalteten Servietten stets wusste, welcher Gast noch auf sein Getränk wartete und welcher schon versorgt war.
Am Abend stand das Galadinner an. Mit einem Glas Prosecco in der Lounge starteten wir hinein, bevor es zum festlich gedeckten Essen ins MOMENTS ging. Später sorgte die Tombola für Gelächter, denn jeder Gewinn musste erst auf der Tanzfläche abgetanzt werden, bevor der Preis überreicht wurde. Zum Ausklang spielte der Pianist bekannte Lieder, zu denen wir gemeinsam mit einigen der Gäste tanzten, die sich von unserer Laune anstecken ließen.
Der Kapitän, Mainz und ein Tanz zum Hochzeitstag
Am nächsten Morgen durften wir einen Blick ins Cockpit werfen. Der Kapitän erklärte geduldig, wie er das Schiff steuert und welche Radare er dabei nutzt.
Nach dem Mittagessen im RIVERSIDE hatten wir Freizeit in Mainz. Wir bummelten durch die Altstadt und ließen uns treiben, bevor wir auf dem Sonnendeck bei einem eiskalten Cocktail den Sonnenuntergang beobachteten. Das Abschiedsessen im Bistro brachte Steak und guten Wein auf den Tisch, begleitet von Gesprächen über die vergangenen Tage. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam in der Lounge, wo die Stimmung von Minute zu Minute ausgelassener wurde und viele der älteren Gäste mit uns tanzten. Irgendwann erfuhren wir, dass ein Ehepaar unter den Gästen an diesem Tag Hochzeitstag feierte. Als die Musikerin plötzlich ihr Hochzeitslied anstimmte, machten wir auf der Tanzfläche Platz, und für einen Moment gehörte der Abend ganz den beiden.
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück und langen Gesprächen, saßen wir ein letztes Mal gemeinsam in der Lounge, bevor der Check-out die Reise beendete. Ein bisschen wehmütig war uns dabei schon.
Was die VIVA ENJOY besonders macht
Die VIVA ENJOY wurde für bis zu 190 Gäste konzipiert und bietet neben den drei Restaurants auch eine Panoramalounge, einen Wellnessbereich, ein Fitnesscenter sowie ein Sonnendeck mit Pool. Besonders spürbar war für uns die Kombination aus modernem Design und aufmerksamem Service, ergänzt durch großzügige öffentliche Bereiche. Auch die Sauberkeit an Bord fiel uns durchweg positiv auf und die Crew war trotz des dichten Programms immer entspannt und zuvorkommend.
Für wen eignet sich die VIVA ENJOY?
Die VIVA Enjoy eignet sich besonders für:
- Genießerinnen und Genießer, die Wert auf abwechslungsreiche Gastronomie mit mehreren Restaurants legen.
- Reisende, die Städte entspannt vom Wasser aus entdecken möchten.
- Gäste, die eine moderne Schiffsatmosphäre mit überschaubarer Passagierzahl bevorzugen.
- Flusskreuzfahrtfans, die gerne Zeit in Lounge-, Wellness- oder Außenbereichen verbringen.
Fazit
Vier Tage auf dem Rhein waren am Ende viel zu schnell vorbei. Was bleibt, sind die Bilder von Speyer und Straßburg, die astronomische Uhr in Straßburg und die Erinnerung an einen Abend, an dem ein Ehepaar mitten auf der Tanzfläche seinen Hochzeitstag feierte. Die VIVA ENJOY hat uns gezeigt, wie viel Nähe und Herzlichkeit auf einem vergleichsweise kleinen Schiff möglich sind, gerade weil Gäste und Crew sich schon nach kurzer Zeit richtig kennenlernen. Wir würden diese Reise jederzeit wieder antreten.